Das Ensemble wurde 1963 von Klaus Walter und Michel Walter gegründet. Aus deren ursprünglicher Beschäftigung mit der Musik des 20. Jahrhunderts ergab sich das Interesse an den konstruktiven, polyphonen Kompositionen des 14. und 15. Jahrhunderts, vor allem der Ars Nova. Trotz Ausdehnung des Repertoires bis zur Zeit um 1600 sind diese das Hauptanliegen der Gruppe geblieben.
Das historische Instrumentarium wurde schrittweise erweitert, um nach Möglichkeit jede Epoche in ihrem charakteristischen Klang wiedergeben zu können. Den ersten großen Erfolg erzielten LES MENESTRELS bei den Wiener Festwochen 1965 mit der szenischen Aufführung der Cantefable "Aucassin und Nicolette", für die H.C. Artmann die Übersetzung beigesteuert hatte.
In der Folge entstanden neben rein konzertanten Programmen auch solche mit literarischem Leitfaden (z.B. "Le Livre du Voir Dit" von Guillaume de Machault) bis hin zu szenischen Aufführungen (z.B. "Balletti und Mascherate des Cinquecento").
Die Herkunft von der zeitgenössischen Musik hat die Gruppe auch heute noch nicht ganz vergessen.In einem ihrer Programme ("In der Musik gibt es nichts Neues !?!") werden parallele Erscheinungen der Alten und Neuen Musik einander gegenübergestellt.
Bei den Konzerten des Ensembles wirken, je nach Programm,
vier bis zehn Sänger und Instrumentalisten mit.
Es stehen an die siebzig historische Instrumente für die Zeit von 1200
bis 1600 zur Verfügung.
English Characteristics of the group LES MENESTRELS Ensemble for Early Music
Vienna.
The ensemble was founded in 1963.It is devoted to authentic and at the same
time vivid interpretation of music from the 13th to the 16th century.
The performances
are based on research into performance practice and instrumentation with reference to the current
work of distinguished musicologists, instrument collectors and restorers. The
various historical instruments used by the ensemble are partly original instruments,
partly constructed in the workshop of the group or by instrument makers according
to particular instruction. Some programs which include narration and scenic action
have been especially popular with audiences around the world.
The troup consists of four to ten singers and instrumentalists.
About seventy
historical instruments are at the groups disposal.
In addition to their concert appearances, they are often invited to give lectures
and masterclasses.
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Konzerte, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen führten das Ensemble in fast alle europäischen Staaten, in die USA, nach Kanada und Japan. Schallplattenaufnahmen bei Westminster, Amadeo, Belvedere, mirror music, ORFEDITION ALTE MUSIK und ARTE NOVA classics.
Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, Festivales de Espana, Festival Estival de Paris, Internationale Orgelwoche Nürnberg, Mai Musical de Bordeaux, Europäische Wochen Passau, Internationale Musikfestwochen Luzern, Dubrovnik Festival, Schwetzinger Festspiele, Musik im Alten Krakau, Wilhelmsbader Produktionen, Ossijek Festival, Theater-Symposium Hoensbroek, Festival van Vlaanderen, Istanbul Festival, Internationales Theatertreffen Berlin, Festival di Latio, Tage Alter Musik in Thun, Alte Musik in Utrecht, Holland Festival, Ljubljana Festival, Ochrid Festival, Festival delle Nazioni-Citta di Castello, Millennium Guido von Arezzo in Arezzo, Herbstliche Musiktage Urach, Tage Alter Musik in Herne, Arolser Barockfestspiele, Carinthischer Sommer, Resonanzen Wien, Theatre du Peuple Bussang, Erice Festival u.a.m.
Bei den Konzerten des Ensembles wirken, je nach Programm, vier bis zehn Ensemblemitglieder in den verschiedensten Kombinationen mit, wobei meist der Gesang im Mittelpunkt steht, aber nicht unbedingt stehen muß (z.B. bei Tänzen, musikalischen Umrahmungen von Veranstaltungen und Feiern, Eröffnungen usw). Das Repertoire umfaßt alle, in kammermusikalischer Besetzung ausführbaren Werke der Zeit von 1200 bis 1600, insbesonder der folgenden Komponisten und aus den folgenden Quellen:
Es besteht aus einigen Originalinstrumenten aus der Zeit der Renaissance, zum
größeren Teil aus Kopien von Originalen die sich in den Instrumentensammlungen
von Wien und Berlin befinden. Die mittelalterlichen Instrumente sind Rekonstruktionen,
die an Hand von umfangreichem Bildmaterial, von Traktaten und erhaltenen Instrumentenbruchstücken
zum Teil in eigener Werkstätte, zum Teil von Instrumentenbauern nach eigenen
Angaben hergestellt wurden.
Streichinstrumente: Diskant- und Tenorfiedeln verschiedener Epochen in unterschiedlicher
Bauart und Stimmung, Rebeck, Klein- und Großgeigen, Gamben des 16. Jahrhunderts,
Trumscheite und Radleier.
Zupfinstrumente: Lauten und Mandoren des Mittelalters
und der Renaissance, Vihuela, gotische Harfe, Micanon.
Blasinstrumente: Schalmei, Pommern, Dulciane Krummhörner Rankett und Blockflöten
in allen Stimmlagen, Einhandflöten, Flabiol, Platerspiel und Dudelsack,
Businen, Grifflochhörner, Zinken, Zugtrompeten und Posaunen.
Portativ,
Tischorgel.
Verschiedene Schlaginstrumente.
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